Berufsorientierung als Kompass für ein selbstbestimmtes Leben!

Wir sehen Schule nicht als Zwischenstation auf dem Weg ins Erwachsenenleben, sondern wollen die berufliche Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler nach ihrem Abschluss fördern und mitgestalten! Seit über 10 Jahren bildet das Berufsorientierungsprogramm (BOP) der FJGem einen maßgeblichen Schwerpunkt der Schule. Es geht weit über den vom Bildungsministerium empfohlenen Rahmen hinaus und genießt in Politik und Wirtschaft der Kieler Region höchste Anerkennung. Deshalb wurde die Schule seit 2016 vom Land Schleswig-Holstein wiederholt mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet.

Berufsorientierung
Berufsorientierung

Bereits Ende der 1990er Jahre hat sich die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule (damals Friedrich-Junge-Realschule) im Zuge der Schulprogrammgestaltung und Qualitätssicherung auf den Weg gemacht, die Berufsorientierung als wichtige schulische Aufgabe zu begreifen.

Fahrplan Berufsorientierung

Berufsfahrplan

Was mit kleinen Schritten begonnen hat, ist heute ein gesamtschulisches Projekt, in dem alle bereits von der 5. Klasse an in eine praxisnahe Berufsorientierung eingebunden werden. Der eigens erarbeitete ‚Berufsfahrplan‘ ist erprobt und inzwischen für alle Klassen und Lehrkräfte verbindlich. Er wird ständig evaluiert und an neue Anforderungen angepasst.

Raus aus der Komfortzone – rein ins Berufsleben!

Der BO-Koordinator ist der wichtigste Ansprechpartner für die berufliche Orientierung. Er erarbeitet mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht und in Einzelgesprächen individuelle Kompetenzen, die ihnen mögliche berufliche Wege aufzeigen. Zusätzlich plant und koordiniert er alle Events und Maßnahmen, die die FJGem rund um den BO-Unterricht anbietet und sieht seine Aufgabe darin, Schülerinnen und Schüler zu fordern und zu fördern, so dass sie eigenverantwortlich ihre Ziele verwirklichen können.

BO-Koordinator Hauke Stärke

Partnerbetriebe – nur gemeinsam stark!

Seit vielen Jahren pflegt unsere Schule einen engen Kontakt mit Partnerbetrieben, die sich mittels diverser Unterstützungsangebote in unser schulisches Leben einbringen. Das Spektrum reicht von Angeboten für Praktikumsstellen bis hin zu Betriebsführungen (während der Coronazeit auch in digitaler Form). Unser besonderer Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit – auch in schwierigen Zeiten – gilt der Förde Sparkasse, dem Hotel Birke und den Stadtwerken Kiel. Unser bestehendes Netzwerk möchten wir im Interesse der Schülerinnen und Schüler noch stärker beleben und auch erweitern.

Fördesparkasse
Stadtwerke Kiel

Bundesprojekt BOP

Das Berufsorientierungsprogramm BOP des Bildungsministeriums für Bildung und Forschung ist Bestandteil unseres Berufsorientierungsunterrichts. Es besteht aus einer Potenzialanalyse in der 7. Klasse und den Werkstatttagen, die für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse vorgesehen sind. In der Potenzialanalyse erfahren Jugendliche mehr über ihre Neigungen, Kompetenzen und Stärken. Anschließend können sie ganz praktisch und wirklichkeitsnah mindestens drei Berufsfelder kennenlernen. Ziel ist es, durch die praxisnahen Einblicke in Unternehmen einen Motivationsschub für den entsprechenden Schulabschluss zu bewirken, einen geeigneten Praktikums- und Ausbildungsplatz zu finden sowie spätere Ausbildungs- oder Studienabbrüche zu verhindern. Die Maßnahmen werden in überbetrieblichen oder vergleichbaren Berufsbildungsstätten durchgeführt.

Praktika Klassen 8 und 9

In der 8. Klasse absolvieren die Schülerinnen und Schüler ihr erstes Schnupperpraktikum. Eine Woche verbringen sie in Unternehmen und Betrieben ihrer Wahl. Wichtig ist uns, dass die Praktikumsstellen eigenständig vereinbart werden und möglichst nicht im familiären Umfeld angesiedelt sein sollten. Wir unterstützen natürlich, sofern es erforderlich ist. Die Praktika bieten die einzigartige Chance zur Differenzierung beruflicher Fähigkeiten. In der 9. Klasse folgt dann das zweiwöchige Betriebspraktikum. Parallel werden die Schülerinnen und Schüler durch die Mitarbeit der Agentur für Arbeit sowie durch die BO-Lehrer unterstützt und alle vorbereitenden Maßnahmen ebenfalls in den Wahlpflichtunterricht integriert.

Praktikum Hotel Birke
Praktikum Stadtwerke Kiel

Berufsorientierungsmesse BOM

Die Idee zur ersten BOM wurde vor etwa 15 Jahren auf einem Elternabend entwickelt. Die damalige BO-Koordinatorin Margrit Gebel aktivierte Eltern, ihre eigenen Berufe den Schülerinnen und Schülern vorzustellen. Aus dieser Veranstaltung entwickelte sich eine der bekanntesten Berufsorientierungsmessen für Kiel und Umgebung. Seitdem ist die BOM ein wichtiger Bestandteil des Berufsorientierungsunterrichts und fördert aktiv die Berufswahl der Jugendlichen unserer Schule. Regelmäßig präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Unternehmen und Ausbildungsmöglichkeiten; durch die direkte Kontaktaufnahme wecken sie Vertrauen und Interesse – auf beiden Seiten.

BOM-Messe
BOM-Messe

BOM-Messemagazine

Seit 2013 veröffentlichen wir jedes Jahr mit Hilfe unseres Medienpartners ME2BE ein professionell gestaltetes schuleigenes Messemagazin unter dem Namen BOM. Das Magazin enthält aktuelle Interviews mit Akteuren des Schulbetriebs, beleuchtet neue Projekte und bietet Ausstellern eine hochwertige Präsentationsmöglichkeit, um ihre Unternehmen und Ausbildungsangebote vorzustellen. Die umfangreichen Informationen und praktischen Tipps werden in der Vor- und Nachbereitung der Messe als Arbeitsmaterial im BO-Unterricht eingesetzt und von den Jugendlichen mit großem Interesse aufgenommen. Das Magazin ist auch digital als E-Paper einsehbar und bietet Schülerinnen und Schülern, aber auch Eltern und Lehrern jederzeit einen direkten Zugriff auf die vielfältigen und wichtigen Berufsorientierungsinhalte.

BOM online

Seit 2020 praktizieren wir erfolgreich Berufliche Orientierung auch in digitaler Form! Mit der digitalen Berufsorientierungsplattform DIGI:BO (hier BOM online) haben wir in Zusammenarbeit mit ME2BE ein Onlineportal entwickelt, das den Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit bietet, BO-Inhalte umfassend und aktuell für ihre Schülerinnen und Schüler einzusetzen. Mit der digitalen BOM möchten wir der zunehmenden Bedeutung der Berufsorientierung Rechnung tragen. Die veränderten gesellschaftlichen, demographischen, wirtschaftlichen und medialen Voraussetzungen verlangen neue Strategien und Herangehensweisen. Für die FJGem ist die BOM-Onlineplattform daher der ideale Weg, dem BO-Unterricht einen wichtigen Impuls in Richtung Zukunft zu geben, und uns eine Vorreiterrolle für digitalen BO-Unterricht in Schleswig-Holstein zu sichern.

BOM-Online informiert über Berufs- und Unternehmensprofile, Ausbildungsmöglichkeit, duale Studiengänge, Azubi-Erfahrungen, Kontaktadressen, erforderliche Voraussetzungen, Bewerbungsverfahren und Karrieremöglichkeiten und bietet filmische Einblicke in Unternehmen. Die Plattform ist eine Website, die von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern auch außerhalb des BO-Unterrichts jederzeit genutzt werden kann.

Digitale Betriebsführungen – ein Experiment mit Zukunft!

Während der Pandemie mussten wir über ein neues Konzept der Betriebsführungen nachdenken. Wir wollten die digitalen Möglichkeiten nutzen und initiierten kurzerhand virtuelle Führungen. Mit dem Hotel Birke hatten wir bereits erfolgreich eine digitale Betriebsführung durchgeführt; es folgte der virtuelle Besuch beim Metallexperten Otto Schlötel GmbH (MEOS), in Melsdorf, im Kreis Kiel. Über Beamer und Bildschirm konnten Schülerinnen und Schüler den Ausbildungsleiter durch den Betrieb begleiten und auf dem Weg zur Fertigungshalle auch einen Blick in den Konferenzraum, den Pausenraum sowie verschiedene Büros werfen. Natürlich gab es Zeit für Fragen, was die Jugendlichen rege nutzten. Für unsere Arbeit im Bereich Beruflicher Orientierung ist der virtuelle Firmenbesuch für unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten und erfolgreichen beruflichen Lebensweg eine sinnvolle Ergänzung zu einer Betriebsführung vor Ort.